So Necessary - ruhig durch die Nacht

erstellt am 23.12.2012 11:12:47

Das war's also endlich mit 2012. Anders als angekündigt sind weder die Welt noch ich untergegangen. Aufgewacht wie aus einem Dornröschenschlaf, haben die letzten Monate so viel an Geschwindigkeit angenommen, dass ich neulich erst bemerkte, dass ich mich kaum an die Vorwoche im Detail erinnern kann. Wie nach einem harten Winter, wenn die ersten Pflanzen sich wieder Richtung Sonne strecken. Es ist alles mögliche dabei und ich springe zwischen "Onkel Günni", Hochzeitsplanungen, Geburtstagen, schick essen gehen, Shootings und spontanen Besuchen hin und her. Das gefällt. Und Ja, das ist eine Untertreibung!

Ich bin zwar nicht dement (oder ich habe das bereits vergessen), aber das mit dem Erinnern ist dann nicht immer so einfach. Mein Kalender und die gemachten Bilder helfen mir allerdings den Kram wieder auf den richtige Platz zu rücken. Ansonsten blicke ich jedoch nach vorn; Das ist die Richtung und da spielt das Leben- ich möchte da mitmischen!

Gibt also einige Ideen, die das neue Jahr schick aufpeppen sollen. In einigen ruhigen Minuten habe ich mich mal wieder gefragt, was ich denn noch drehen und erleben möchte. Von dem normalen Bedürfnis die Weltherrschaft an sich zu reissen mal abgesehen waren da einige Dinge, die ich mir selber beweisen möchte. Dinge, die vielleicht banal wirken mögen. Wenn aber mein Ego sagt, dass ich das könnte, dann muss das ja auch mal gegengeprüft werden. Somit werde ich das erste drei-viertel Jahr an Material arbeiten und zum Abschluss des Jahres dann hoffentlich an die Öffentlichkeit bringen können. Habe gesehen, wie man das macht, welche Fehler passieren können und hoffe es besser zu drehen. Für mich ein großes Projekt, was auch nachhaltig ein Spaßfaktor bleiben wird und an Größe nicht schwächeln wird. Go large if you can handle it!

So Necessary - ja, es ist einfach notwendig, seinen Weg zu machen. Aber anders bin ich es auch nicht gewohnt. "My way or Highway", heißt es so schön. Da ist etwas dran, auch wenn es nicht zum Tunnelblick werden sollte. Notwendig ist es, seine Ruhe zu finden, sich wohlzufühlen und das, was man Leben nennt, zu genießen. Ich genieße! Um genießen zu können, müssen auch mal Entscheidung getroffen werden, die einen nicht immer in der Sonne stehen lassen. Übermäßig anhaltende Unzuverlässigkeit und irgendwelches sinnloses Gesabbel habe ich einfach mal mit einem Lächeln zur Kenntnis genommen. Ich entscheide! Wer Zucker will muss auch etwas dafür tun, denn alternativ gibt es nur die Peitsche. Habe keine Lust meine Zeit damit zu verplempern, Energie in Menschen zu stecken, die selber keinen Elan an den Tag legen. Vielmehr schaue ich die Leute an und lächle; und die Menschen verstehen selber am besten, dass es da etwas gibt, was man vielleicht in Angriff nehmen müsste. Aber das ist ja glücklicherweise nicht mein Kopfschmerz. Ich merke dann nur die verwirrten Reaktionen, wenn ich so bin. Das wiederum finde ich lustig. Lächle, denn das ärgert sie dann auch am meisten :)

300 Bilder ohne Licht; aber mit Kakao

"Hatte sie kein Geld mehr für einen Abdeckstift?" ... "Ist sein Grinsen implantiert oder liegt das an der Temperatur?" ... "Mir ist schlecht!". Eine Hochzeit zu fotografieren ist kein Geschenk. Das musste auch meine Assistentin für sich erfahren, nachdem sie ein furchtbares Unterfangen durchlebt hat. Zusammen wollten wir die Bilder durchgehen und bearbeiten, damit es zwar nicht wie GOLD ist aber dennoch glänzt. Und damit hatten wir verdammt viel Spaß. Während sie also von diesem Ereignis erzählte, schoben wir gemeinsam die Bilder durch die Bildbearbeitung und fanden einiges zu meckern. Fachsimpeln, böse Bemerkungen, Korrekturebenen und reichlich heißen Kakao mit Sahnehaube. "Mir ist schlecht!", höre ich von rechts außen. Das ist gut so, denn dann weiß ich, dass es Ihr damit gut ging :) Auf einem der Fotos steht eine Dame mit dunklem Pelz in dem Schnee. Sie gehört zur Hochzeitsgesellschaft und hinterlässt einen komischen Eindruck. Allerdings verwertet mein Kopf dieses Bild anders. "Wir brauchen so einen Pelz für Dich!", merke ich an. "Oh, neh, das Ding hat bestimmt Flöhe! Und unser Kater hat die auch gerade gehabt!". Das ist mir aber egal und das weiß sie auch :) Allerdings weiß sie auch, dass sie wieder vor die Kamera muss, wenn sie nicht gerade bei mir aus hilft. Lange konnte sie sich drücken, doch die Schonfrist ist längst abgelaufen.

Nach etwas über vier Stunden herum blödeln und Bilder korrigieren endet unser Abend. Das Taxi ist da und bringt sie heim. "Danke für deine Hilfe", leuchtet auf meinem Telefon am nächsten Tag. "Bitte gern! Wir brauchen den Pelz und etwas schwarzes!" ... "wofür?" ... "Für Dich- ich hab das ernst gemeint! :))" ... "ich hab's befürchtet ;)"

ÄppGlühen im Büro

Ohhhja, darauf habe ich mich schon zwei Monate gefreut! Wir punschen im Büro. Das ist ein Ritual, was mein Chef und ich durchziehen, seitdem er mich bezahlt: An einem Tag im Dezember wir der Punsch auf den Tisch gestellt und wir trinken amüsiert ein paar Tassen über den Nachmittag bin in den Abend und versuchen dabei nicht nur Blödsinn zu machen. Mittlerweile sind wir zu dritt, denn der Ehemals-Azubi unterstützt uns, was wir gut finden. Zu dritt haben wir eine fantastischen Abend, der kreativ und anders ist als die sonstigen Tage im Büro: Vektorgrafik im Browser und in der Anwendung, App-Entwicklung für iPhone und iPad und nicht zuletzt das Gefühl, dass dieses Jahr schon fast herum ist. Das ganze macht den Abend zu etwas besonderem. Andere Menschen im Bürokomplex merken auch, dass wir am Start sind: "Ach ihr stinkt wieder so herum!", fliegt mir entgegen, als ich in der Küche die Tassen wieder von der überflüssigen Luft befreie. Ich grinse entspannt und kopfnickend, wie ein Rastaman selber. Während also der Punsch so nebenher plätschert kommt meinem Chef die Idee, man können doch gut etwas knabbern nebenher. "Pizza-Brötchen?", schlage ich vor. "Ok, ich hol den Scheiß und sie machen das klar!", klärt er ab. Wir lachen! Letztlich endet unser Punsch-Intermezzo um 22:00 und mein persönliches Taxi bringt mich heim. In the wonderfullness!

Dinner for two

"Holst Du mich eigentlich ab?",blitzt es auf dem Telefon. In Anbetracht dessen, dass ich die Idee für das Dinner hatte, erscheint die Frage an sich überflüssig, denn natürlich hole ich sie ab. "Sehr gut- ich freu mich :)" Zusammen fahren wir den Weg raus bis zu dem Restaurant, wo ich den Tisch bestellt habe. Ein sehr uriger Laden, anders als bisherige Restaurants und mit sehr gutem Ruf. Es ist wunderbar entspannt, angenehm und man erzählt sich die Dinge, die zwischenzeitlich passiert sind. Der Wein ist lecker und unabhängig von einander entscheiden wir uns für das selbe Essen, auch wenn da so viel leckeres auf der Karte war. Super-Satt! "Sollen wir noch einen Film bei Dir gucken?", schlägt sie vor und ich finde, dass ist eine gute Idee.

Es schneit und in dem Licht sieht es fast aus wie Weihnachten a la Disney. Die Strasse, die durch den Forst führt, unterstreicht das noch einmal mehr für mich. Zwar bin ich nicht wirklich in der Weihnachtsstimmung (also wie immer) aber hier kriegt es mich ein wenig.

"Komm rein!", sage ich, als die Tür auf geht. Bevor ich es allerdings auf die Couch schaffe, hat sich da schon jemand drauf breit gemacht und grinst mich dabei frech an. Ich lache, weil sie durch die Dunkelheit gestürmt ist, während ich es in der Zeit nur bis zum Lichtschalter geschafft hab. Sie war da schon dabei, die Decke zu kapern!

Der Abend bleibt lustig bei Wein einem gutem Film. Ich liebe diese verrückten Abende und in meinem Gesicht klebt ein breites Grinsen nachdem ich sie heim gebracht habe. Das werden wir wohl etwas häufiger starten nächstes Jahr.

Der Wagen kennt den Weg heim, aber bevor ich da ankomme, mache ich noch woanders halt um kurz bei Freunden "Hallo" zu sagen.

Eine nahezu kafkaeske Erfahrung :)

Ich parke den Wagen vor den zugestellten Einfahrten von zwei Häusern- es ist friedlich draußen und der Schnee erobert langsam das gesamte Gebiet. Ruhe und das leise säuseln der Schneeflocken ist allgegenwärtig und versprüht Harmonie! Immernoch! (Was is'n nun mit mir los?!)

Doch was war das?! ... ein dumpfes Geräusch ... ein Aufschrei!? ... ist jemand in Not?! Aber es bleibt stumm. Vielleicht habe ich mich auch geirrt. Egal, gehen wir mal klingeln. Doch bevor ich es zur Tür schaffe, bombardiert mich ein weiteres Geräusch wenig zärtlich: "JA, MAN! " ... "DIGGA, HINTA DIA!" ... !?

WTF!?

Ich klingle. "Hey komm rein- wir sind alle am zocken!" :) Wir gehen rein. Wir, dass sind in diesem Sinne Tom (der Kater) und ich, denn auch für ein rotgetigertes Raubtier wird es an den Tatzen kühl. Eine kleine begrüßende Streicheleinheit quittiert er mit dem zufriedenen Schnurren.

In einem Teil des Hauses, der sonst Esszimmer sich schimpft, sitzen sechs Menschen angeschlossen an einer Kiste, die lautstark ihre Abluft durch die Gegend pumpt. Alle tragen Kopfhörer und es ist düster! Bis auf das Rauschen ist nichts zu hören. Zumindest nichts bis auf wildes klicken; hektische Muster werden auf dem Mauspad gezogen und da ist es wieder das laute Geräusch:

"KANN MAL JEMAND DEN LEBKUCHENMANN HINTER MIR WEGMACHEN!?"

Gut, jetzt verstehe ich es ... und ich bin zugegeben amüsiert. Diese sechs Menschen sind auf ein mindestens einem Ohr taub! deren Kopfhörer blockieren den sonst eher normalen Pegel der Kommunikation auf geschätzten 2qm. Ich begrüße die Anwesenden und schaue mir das Spektakel an, während die lautstarken Anweisungen durch diese reale Welt schallen.

Alle sind schwer vertieft und vernichten akribisch semi-unsichtbare Frauen mit Weihnachtsmütze und rotem String, sowie Lebkuchen-Monster, Rentier-Zombies und etliche andere unbeschreibliche Kreaturen, die den Spielern an die Wäsche wollen.

"hier, spiel Du mal eben...", fordert der Hausherr mich auf. Er verschwindet. Also setze ich die Kopfhörer auf und versuche zu verstehen, was die Menschen hier antreibt. Ich schaue mal eben durch die Bewaffnung. Eine kleine Handfeuerwaffe, eine Full-Auto und etwas mit Granaten fürs Grobe. Ah, das Messer darf nicht unerwähnt bleiben. Ich laufe los. Irgendwie brauche ich jedoch nur die kleine Handfeuerwaffe und befördere diese skurrilen Gestalten aus der virtuellen Welt; viel zu einfach! :) Ich höre Erklärungen wie "Ja, das ist EEEEEEEAAAAAASY digga, da brauchst Du keine Türen verschweissen!" ... erhmm, ok ... ! Die Angriffswelle wurde niedergestreckt und es geht zum Händler. Dort könnte man sein Inventar aufstocken bzw. Munition nachkaufen. Besser ich mache das mal. Weiter geht's!

Nach vier weiteren Wellen und wenig Herausforderung lege ich den Kopfhörer ab. Zumindest kann ich nun mitreden und ich habe alle noch auf dem Heimweg gesehen. Passt! Zeit heim zu fahren.

Männerspielzeug und abgebissene Äpfel!

Günni's Mac Mini
Günni's Mac Mini

Jeder von uns hat so seines. Man fängt etwas an, erweitert es und sammelt ein kleines Vermögen da hinein. So auch ich. Technik ist meins und ich liebe es, alles kombiniert regeln, steuern und schalten zu können; am liebsten mit meinem Telefon! Aber nicht alles ist per Telefon zu regeln, denn wenn ich wieder an einem Projekt hocke und mir die Finger platt tippe, dann ist das am Telefon einfach sinnfrei (obgleich ich auch dort eine Tastatur schon angeschlossen hatte- ... nur weil es probiert werden wollte versteht sich!). Wie bereits angekündigt habe ich beschlossen, Windows endgültig den Rücken zu kehren. Apple hat mich fest im Griff ich fühle mich wohl damit. Dennoch gibt es immer wieder kleine Helferlein, die es auf dem Mac scheinbar in der Qualität nicht gibt. Mittlerweile ist das mir aber egal geworden: Dann wird Windows halt zum App gemacht und die fehlenden Programm in der App ausgeführt ;) Das läuft soweit wunderbar. Jedoch merke ich, dass für diese Zwecke einfach mehr Hauptspeicher in den Mac gehören. Derzeit sind da vier Gigabyte eingebaut und ich denke, wenn ich mit der neuen Video-Schnitt-Software anfange, dann kann das schnell zu wenig sein, denn das frisst enorm an Speicher. Nachdem ich mich also etwas darüber schlau gemacht habe, beschloss ich Weihnachten da mal etwas zu erweitern. Angedacht waren acht Gigabyte. Letztlich war ich dann bei eBay unterwegs und wurde Opfer eines Angebots: 16 Gigabyte für 70€ ! drei ... zwei .. eins ... zu spät! Hatte es im Sofort-Kauf gleich für mich gehamstert :D

Auch wenn ich damit dann im Büro später mein Unwesen gegen Bezahlung treiben werde, so ist das einfach eine tolle Kiste. Klein, kann alles und komplett mit meinen Sachen integriert. Das, liebe Freunde, ist Luxus! Ich habe kein Programm extra gekauft und doch läuft alles Hand in Hand. Endlos geil! Kann nicht genug davon schwärmen. Mir fehlt noch das iPad aber das ist nicht so eilig. Ein Apple TV jedoch rückt näher in den Fokus. Alles, was du auf dem Telefon oder Mac hast, kannst Du am TV abspielen. Auch spiele selber. Aber im Gedanken ist das eher etwas für Bilder (und Videos), die man so auf dem Telefon hat.

Den kleinen Stinker per FaceTime wecken- unbezahlbar! :)
Den kleinen Stinker per FaceTime wecken- unbezahlbar! :)

Das dieser ganze Scheiß nicht einfach nur ein weiterer Egotripp eines Nerds ist, verdeutlicht folgende Episode. Da ja Weihnachten war, hat es überall wieder Geschenke gegeben. Da hat der Paps von meinem Patenkind doch endlich ein iPhone bekommen. Noch besser ist die Tatsache, das der kleine Stinker (mein Patenkind) sich da irgendetwas mit seinem Bruder hin und her getauscht hat. Letztlich hat er nun einen iPod (quasi ein iPhone ohne Phone :) ). Während ich also eine FaceTime-Sitzung mit dem Vater hatte, klinkte ich mein Patenkind dann mit auf die nächste Sitzung, wobei dann beide mein breites Grinsen auf dem Schirm hatten. Ok, die beiden saßen 45cm auseinander- ... ABER EGAL :D Es geht mir darum, dass es geht :D So habe ich jetzt JEDERZEIT den kleinen Stinker vor Augen und er kann mir immer zeigen, was er gerade macht! Love it!

Ein wenig Cruisen- ... es ist doch Weihnachten :D

Vollgetankt, geputzt und bereit. So stand das dunkelblaue Rennpferd in der Halle. Ein wenig Papierkram und zack waren die edlen in verchromten Metall eingefassten Schlüssel in meinen Händen. "Ich fahre Ihnen den Wagen mal eben raus, ja?",höre ich. Das Tor geht auf und ich steige ein. Vollleder mit roten Nähten, edle 18 Zoll Alus und das Sportpaket zwingen mir ein geschmeidiges Lächeln ins Gesicht. Es soll eine Harmonische Fahrt werden. Zumindest war das meine Idee. Dazu habe ich dann also etwas Musik eingepackt, nachdem ich daran scheiterte, dem Radio per Bluetooth meine Musik aus dem Telefon aufzuzwingen. Aber meine Kontakte vom Telefon will er im Gegenzug synchronisieren; na, das lassen wir mal lieber. "Und nicht vergessen- Sie haben Sommerbereifung!". Ich öffne nochmals die Fahrertür, lehne mich sitzend ein Stück raus und blicke nach hinten. 235er Puschen auf 18 Zöllern im Winter sind schon ein Abenteuer. Das wiederum bin ich aber schon gewohnt. Die Tür schwingt wieder zu, Anschnallen und locker vom Hof rollen. Das Lenkrad liegt sehr gut in der Hand und verlangt gierig benutzt zu werden, auch wenn das Rennpferd sich ausgezeichnet einhändig bedienen lässt. Nur ist das DEFINITIV zu langsam. Ziemlich schickes Fahren, das sei mal gesagt!

Zeit für entspannte Musik ... mal sehen, was habe ich mit? Ahh, Prodigy, sehr gut, legt los Jungs! "Breathe with me!" Der Wagen springt spontan in den Sportmodus und wir fliegen davon! "Breathe the pressure, Come play my game I'll test ya!" Das Pedal geht zu Boden und dort lege ich gleich noch nach. Artig versteht das Rennpferd, was ich möchte und schaltet runter ... zwei mal - Reisegeschwindigkeit erreicht. Die Lenkung ist Messerscharf und ich merke, wie das Sportpaket arbeitet.


Das dunkle Rennpferd und ich auf Xmas-Tour!

Ich lasse einige scheinbar stehende Autos hinter mir und werde eins mit der Musik: "I'm a firestarter, twisted firestarter!". Die Sonne scheint mir gerade auf dem Kopf und ich denke "Danke für diesen Moment!". Obwohl es acht Grad unter Null sind, ist das Dach auf und ich atme die frische kühle Luft. Allerdings ist der sonnige Moment kurze Zeit später verschwunden, denn eine spaßbremsende Nebelwand kommt mit knappen 200Km/h auf mich zu ... das ist nicht gerade fair. Ich drossele das Tempo und bewege das Rennpferd eher gemäßigt durch den Verkehr. Ja, schon nicht übel. Aber nicht ganz so, wie ich es suche. Optisch ist er zwar ok, aber der überzeugende Kick bleibt dennoch aus. Da müssen wohl noch andere her, worauf ich mich schon sehr freue ...

Abgezockt von kleinen Gespenstern


Chimera State ft Lety - Necessary (Chillout Mix)

In der Hütte wummert es. Es ist gute Laune angesagt und das Jahr endet in einigen Stunden. Ich gewähre einem Wohnwagen in der Einfahrt Asyl und bin dabei mich Gesellschaftsfähig zu machen. Ewig blinkt das Telefon, weil gefühlte 5,8 Mio Menschen Bilder und Silvestergrüße posten! Allein die Überschrift irgendwo im Netz, dass Facebook Probleme hätte, die voreingestellten Silvestergrüße zu veröffentlichen und durch einen Fehler diese zu früh auf die Pinnwände dieser Welt verteilt hat lassen mich lachend den Kopf schüttelten. Dem ganzen wollte ich mich also nicht zu teil werden lassen. Also ging ich wie gewohnt einen andere Weg, der doch eher meiner Natur entspricht. Ein Video sollte es sein :D Und so wurde es dann auch gepostet und damit die letzten Worte für das Jahr dort und von mir verkündet.

Es klingelt an der Tür. Vermutlich die Nachbarn wegen des Wohnwagens. Aber als ich die Tür aufmache, stehen dort eine Horde kleiner Gespenster und singen. Verdammt ... die sind zu früh bzw. ich zu spät ;) Die kleinen Gespenster singen mit Hilfe der Eltern ihre Botschaft und ich bin etwas überrascht. Das sind bisher die ersten, die es in den Jahren bis dahin geschafft haben. Natürlich ist es wenig verwunderlich, dass Kinder Rummelpott laufen aber doch nicht bei mir?! Scheinbar werde ich mit den Jahren in meinen Gewohnheiten zunehmend normaler. Jedoch muß die Einlage hier jetzt erstmal belohnt werden. Ich flitze fix in die Küche und öffne das Fach mit den fiesen Kalorien. Die Gespenster freuen sich und ich freue mich, weil sie sich darüber freuen :) Nennt man das Synergie?! Da gehen sie hin, meine lieben Tafeln "Weisse Schokolade-Crisp" und "Joghurt" ... Quadratisch, praktisch ... weg.

Viel Zeit bleibt mir aber nicht um über die Schokie nachzudenken. Die Musik ballert immer noch reichlich doppeldeutige Botschaften durch die Räume und die Hüften sowie der Kopf klinken sich dem Takt ein. Eine paar Verrückte hatten zum finalen Abgrillen geladen und ich hatte versprochen mich zu melden :) Die Idee war so durchgeknallt, dass ich da an und für sich gut sein könnte. Jedoch sollte ich um 19:00 schon selber am Essen sein und davor noch woanders hin. Ich schicke ein Video :D Gute Laune sprüht aus mir heraus. Es wird Zeit sich etwas zu verkleiden ;) Aber nur ein wenig, denn ich wollte zwar vorbei schauen, aber zum mitlaufen bleibt mir keine Zeit. Doch sehen, das will ich. Also reite ich das silberne Pferd durch die nächtliche Wildnis.

Das Burgfräulein öffnet mir die Tür und es wird sich anständig umarmt. Mit mir kommen noch die Magt und deren Töchter sammt einem Couch-Assi ;) Drinnen begrüßt mich auch ein Gorilla, ein Mönch dem offensichtlich der Bauch fehlt sowie weitere bekannte Gesichter. "Stellt Euch mal da hin!", ordert der Gorilla uns. Die Bilder sind lustig. Meine Kamera reiht sich dem ganzen ein. "Werte Magt, würdet Ihr die Güte besitzen...?". Ich schnappe mir die beiden Gastgeber und wir bekommen ein Bild ;) Fette Elektrobeats verlassen die Lautsprecher und alles in allem gefällt es gut. Hat sich also gelohnt noch her zu kommen. "Du willst doch jetzt nicht schon los?!" Doch, denn ich muss selber ja auch zu meiner Feier. Obelix fährt seinen Wagen also hinter mir raus und ich rolle von der Auffahrt.

Pünktlich erreiche ich das Neubaugebiet, wo ich mit den anderen feiern soll. Sogar das Carport ist frei, was ich ziemlich genial finde. Zack, das parkt die Kutsche! Aber als ich vor der Tür stehe und klingle, öffnet keiner. Licht ist zwar an, aber Totenstille!? ... Die sind selber noch gar nicht da! Anstatt im Regen zu stehen, setze ich mich ins Auto und warte. Das Telefon leuchtet, Verbindung wird aufgebaut. "Hey, was machst Du?" ... "im Auto warten und ihr?" Die Kamera schwenkt und ich sehe den Raum und plötzlich das Gesicht einer Frau. "Wer ist das .. oh, ach Günni! Hallo!" Wir lachen. "Ich dachte, ich probiere es besser jetzt, bevor später das Netz nicht mehr mitspielt!" Wir sprechen noch kurz und ich habe das Gefühl, nahezu allen noch kurz einen Gruß geschickt zu haben. Und das nicht als Nachricht!

in 20Min is 2013!
in 20Min is 2013! Dann ist der Vodka alle.

Als hinter mir die Lichter aufleuchten und die anderen ankommen, wirds hektisch. Kommunikation bedeutet in diesem Moment lauter als jeder andere zu sein. Mir ist das in dem Moment zu laut und ich suche mir einen gemütlich Platz etwas abseits auf der Couch. Das Telefon leuchtet auf und ich finde die Bilder von vorhin auf einer Pinnwand wieder. Wunderbar, ich nenne es: "Morpheus sein weißer Bruder meets Schnappi". Gespeichert! Meins! Zeit für einen Vodka! Den hatte ich schon nachmittags hier kaltstellen lassen und bei der Hektik gerade muss etwas passieren. Die Kleine schickt Grüße und ich antworte mit "In 20Min ist für mich 2013 ...". "Wieso in 20Min?" ... "Dann ist der Vodka alle!"

Der Start hier holpert ein wenig aber es legt sich langsam die Hektik. Der DJ haut einen raus und wir futtern uns gemütlich durch. Der Abend läuft also. Schnell wird das Chaos beseitigt und wir gehen zum gemütlichen Teil des Abends über. Der kleine Stinker meldet sich noch per Video und wir lachen und wünschen uns alles Gute! Und auch seine Eltern feiern kräftig. Überall Nebel von der Wasserpfeife und nebenher spiele ich auch kurz den DJ. Und Plötzlich ist das Jahr zu ende. Scheinbar das gute Wetter auch, denn draußen ist es eher unwirtlich. Für Silvester war der Himmel einfach zu dunkel ;) Kaum Raketen zu sehen und ich merke, dass meine Idee für das nächste Jahr dringend geplant werden muss, damit so ein Wetter einfach keine Rolle spielt.

Nach und nach gehen die Gäste und ich merke nach viel zu viel Vodka auch eine gewisse Bettschwere. Der Hausherr hat auf der Couch die Prinzessinnen-Haltung eingenommen und schnorchelt gemütlich vor sich hin. Ich drapiere ihn noch fix mit den Perücken und halte es auf der Kamera fest ;) Danach gehts nach hause. Es ist sechs Uhr und ich überschlage unterwegs den Vodka-Pegel nachdem die Cola dringend das wankende Schiff verlassen möchte. Es war wirklich viel Vodka! Übel ist mir aber nicht. Alles unter Kontrolle! Erst als ich zuhause ankomme, wirds noch ein mal Sportlich um aus den Klamotten zu kommen ;) Ohne Vodka ist das u.U. leichter! "Ok, 2013 kann kann losgehen, ich bin dann soweit!"