Ein wenig Liebe

erstellt am 24.08.2012 10:38:01

… kann nie schaden! Aber das ist nicht so pauschal geschrieben, wie es klingt. Wenn man viel Zeit hat über sich und die Welt nachzudenken, dann findet man Dinge in einem neuen Licht oder bekommt andere Erkenntnisse. Die Woche war somit sehr erkenntnisreich. Habe mich reichlich über Menschen geärgert, die sich unzuverlässig geben, obgleich sie es sonst nicht sind. Bei manchen nervt es mich und andere schiebe ich dann einfach beiseite. Der Kontrollfreak in mir braucht etwas, womit er planen kann. Etwas, worauf er seine Ideen aufbauen kann. Du weißt zwar wo du hin willst und wie du da hin kommst, nur der Start scheint vom Winde verweht. Und dann bin ich einfach genervt. Genervt, weil es so einfach sein könnte.

Scheint mein Problem zu sein: Zu schnell zu weit gedacht und während ich mich mit der Ausformulierung der Zielgeraden beschäftige, geht das ganze am Anfang kaputt. Also … was tun? Genau, anders planen, sofern man dann überhaupt planen möchte.

August 2012

Was ist also jetzt mit der Liebe? Wozu diese schwindelige Überschrift, wenn hier nicht das total emotionale Arsenal aufgefahren wird, wie ich es sonst getan habe?

Ganz einfach: Weil es sich nicht um mein Liebesleben dreht sondern um andere Sachen, die ein wenig meiner Zuwendung genießen. Und über mein Liebesleben gibt es nichts zu bemerken. Auch glühende Lava wird mal kalt!

Aber schaue ich doch mal in meinen Garten. Dieser hat in der Tat etwas Liebe verdient! Der „Schmutz“ (Unkraut an den falschen Stellen) wird weniger und ich rücke zunehmend der Zielgeraden näher, bei der ich mit einer Flasche Wein auf der Terrasse die Sonne zu Bett schicken kann! Das gab richtig Luft. Jetzt noch einige H-Steine „einpflanzen“ und das geht los.

Achja und wo ich gerade beim Einpfanzen bin: Meine Pflanzen erreichen mehrheitlich die 1 Meter 60 Marke obgleich ich mehrere Kandidaten von der Decke schneiden muss. Aber viele der neuen Pflanzen sind gerade etwas älter als ein Jahr und wollen schnell „groß“ werden. Mit dem Regenwasser gehen sie zusätzlich ab, was eigentlich schon komisch ist. Kippe ich Leitungswasser drauf, passiert nicht viel. Wasser steht länger und ich könnte schwören, dass ich die Bäume in der Stube darüber fluchen höre! Bei Regenwasser gehen sie aber ab. Da sind fix mal 50 Liter vergossen und zwei drei Tage später kann die nächste Dosis drauf. So sind sie groß, grün, mit Liebe gezogen und mein- … fein!

Derweil hat mein kleines blaues Babe wieder die Erlaubnis, auf den Straßen präsent zu sein. Ich spreche von meinem Auto! Für neue Schuhe ist die Zeit noch nicht vorhanden gewesen, aber das wird nicht lange auf sich warten lassen dürfen. Zumindest sind die Alu's wieder drauf und ich hatte schon den ersten intensiven Ausflug am Strand. Auch wenn das nicht das silberne Pferd ist, muss ich mir eingestehen, dass ich diese Kiste sehr genieße! Sie hat ein paar Features in petto, wo das silberne Pferd einfach nicht ran kommt. (Okay, das silberne Pferd hat auch Vorzüge, aber davon rede ich ja gerade gar nicht)

Man kommt der Freiheit einfach ein gewaltiges Stück näher, wenn man mit dem blauen Babe „cabrioliert“. Bei den aktuellen Temperaturen wird es einem bewusster denn je. Wenn man nachts um drei in der Woche z.B. den lauen Wind auf der Haut spürt während die Sterne über deinen Kopf wandern, dann ist da nicht mehr viel, was man sich weiter wünschen kann. Ok, … mir fällt da schon noch etwas ein, aber was ich eigentlich sage möchte ist, dass es einfach gut ist. Und zugegeben, ich habe derzeit komische Zeiten, bei denen ich unterwegs bin. Aber zurück zu meinem Babe. Diese Freiheit erreiche ich mit dem Silbernen Pferd nicht im selben Maße. Von der Akustik aus den Lautsprechern mal ganz zu schweigen. Dabei sind die Lautsprecher Teil des nächsten Updates! Sie Rauschen ein wenig arg, nachdem sie die Sturm-und-Drang-Phasen meiner Laune nicht ohne bleibende Schäden überstanden haben. Und nach 11 Jahren darf man auch mal neue Lautsprecher bekommen. Ich freue mich drauf! Dabei machen wir aber kein Geheimnis daraus, dass es nur mein Geld will :) Nun gut ... ich werde es überstehen. Wenn das nicht Liebe ist!?

Rückblicke?

Ja, natürlich gibt es diese noch. Sie waren reichlich aber die Dosis ist arg runter geschraubt. Nur lassen sich diese nicht ausblenden. Du kannst einen Tankwart, die Telefonstimme vom Pizza-Dienst oder die Postboten ausblenden. Aber nicht einen Menschen, der so dicht war und für den Du alles hättest drehen wollen. So fest verzahnt in deinem Leben, nein, keine Chance auf „entfernen“ oder komplett ausblenden. Aber das will ich ja auch gar nicht.

Dennoch ruht das Thema. Die Rückblicke, Ideen und Gedanken dazu verfallen zu einer alternativen Realität, an der ich vorbeigerauscht bin.

Mein inneres ist ruhig, kontrolliert, in vielen Dingen gleichgültig. Es gleitet, wie die Musik, die oben gespielt wird, mit langem Nachhall und blendet sich selbst und einen Teil von mir aus. Ich schaue um mich … sehe … und begreife, dass ich hier nichts regeln kann. Führt dazu, dass ich nicht lange mit meinen Entscheidungen fackle - … ich handle. Und das muss für niemanden verständlich sein, denn das interessiert (mich) nicht. Rückblicke sind wenn sie kommen schön und ich lächle sanft bei den Erinnerungen. Das ist noch da. Alles andere wirkt grau.

Aufschwung

Das Leben dreht sich derzeit mehr um das jetzt und hier. Ein schwung neuer Leute hält mich beschäftigt. Das ist sehr erfrischend, verrückt und abgefahren. Aber so entstehen viele spontane Abende, bei denen Wein getrunken und viel gelacht wird. Vielleicht eine moderne Kolchose, wenn man so will! Gemeinsam etwas erleben und daran sich erfreuen. Gefällt! Und sonst kann ich eine Flasche Wein auch allein genießen. Vermutlich bin ich auch darin gut!

Die Zeit verfliegt irgendwie gerade. Man geht tanzen, trinkt gepflegt einen Cocktail, unternimmt etwas sofern sich das ergibt. Dann ist da noch eine Hochzeit, Grillen, Hochseil-Parcours und man nimmt sich auch Zeit für neue Gesichter. Ich laufe einfach mal los- keine Ahnung, wo es mich hin bringt.

Meine Cessna ist auch bereit! Die Steuerung ist nun auf MODE 1 gestellt und die Akkus sind voll. Die letzten Tests haben mich zwar wieder eine Luftschraube gekostet, aber das ist egal- ich hatte ja schon vorgesorgt, was das angeht. Ein kleiner Vorrat ist vorhanden :) Vielleicht nächstes oder gar übernächstes Wochenende weiß ich, ob ich den Vogel fliegen kann oder ich besser weiter übe.

Alles in allem bin ich gut beschäftigt und plane derzeit nicht mehr so viel! Grund wie oben beschrieben. Ziel: sich selber gut tun! Wie sang schon Franky goes to Hollywood bei „The power of love“: Let yourself be beautiful!

Bewegung

Ich war etwas unmotiviert in der letzten Zeit, mich sportlich weiter zu betätigen. Der Garten wollte betüddelt und die Ligaplatzierung erkämpft werden! Aber ich halte das Gewicht und merke immer wieder, dass ich den Gürtel enger schnallen muss, damit die Hose nicht wie ein Sack Kartoffeln an meinem Arsch baumelt. Enger schnallen, weil sonst jede Hose zur Hüfthose werden könnte und ich bin einfach keine Frau! Stand bei dem Gedanken vor dem Spiegel neulich und stellte fest, dass ich zwei Hände breit Platz fand in meiner Hose. Ich befürchte aber, dass ich noch ein weiteres Kilo runter arbeiten werde. Ob das klappt sehe ich dann :)

Total klasse war die Erkenntnis, dass ich wieder in meine Anzüge passe. Bei den letzten Hochzeiten, bei denen ich zu Gast war, war ich etwas am rudern und stark abhängig von einem Gürtel, der meinem Bauch festhielt und die Hose nicht kaputt gehen ließ. Dieses mal nicht! Der Nadelstreifen sitzt wieder wie geplant und ich muss nicht in letzter Sekunde noch einmal los, um mir fix einen neuen Anzug zu gönnen. Verbleibt also der Friseur und bin vorbereitet.

Es ist mittlerweile Freitag geworden und viele meiner Pläne sind noch nicht umgesetzt! Gut, mein blaues Babe hat gestern neue Schuhe bekommen und es ist wieder seeeehr angenehm, das Gaspedal zu betätigen. Kein 3 Punkte für blanke reifen keine 200€ Strafe! Nein, wieder alles gut hier! Aber dafür habe ich das Friseur-Problem noch nicht gelöst und heute wird’s auch nichts werden. Wollte das gestern geregelt haben, aber die Reifen kamen mir dazwischen. Und statt der geplanten Stunde verdoppelte sich die Zeit, was mich in Bezug auf Arbeit und meinem Zeitplan schredderte. Dafür wurde ich in der Zeit abgeholt und mit Kaffee und guter Gesellschaft versorgt. Das war natürlich gut!

Es ist echt vollgepackt gerade! Heute werde ich versuchen, irgendwo zwischendurch zu schlafen, denn sonst bin ich total kaputt. Grillen beginnt erst um 17:00 und ich sollte ggf. etwas einkaufen, denn von Malzbier, Rotwein und Milchkaffee wird mein Körper wenig glücklich. Das geht besser! Das hoffe ich auch für die nächste Woche. Etwas mehr Pause hier und da muss wieder an der Tagesordnung stehen. Wenn ich heute überstehe, dann habe ich schon mal ein gutes Stück geschafft.

Da war das letzte Wochenende wesentlich entspannter. Chaotisch aber gut! Kommt nicht oft vor, dass man mir mein Auto wegsperrt, haha. Und ich klettere auch nicht jede Nacht über Baugerüste um wichtige Dinge aus dem eigenen Auto zu klauen. Ich glaube, diese Geschichte behalte ich besser für mich :) Dafür ließ ich dann aber die Sonntag die Seele baumeln. Komisches Gefühl, wenn einem so wirklich alles am Arsch vorbei geht. Das war wohl die Erkenntnis, die stark hervor stach: Es war alles egal! Hauptsache ich konnte in meiner Sonnenliege eine artgerechte Haltung einnehmen – mehr war nicht von Bedeutung! Dabei macht das Schicksal auch an so einem Tag keinen Halt vor innovativen Ereignissen, die einen doch zum Denken anregen können. Scheinbar bin ich zu passiv als das es dem Schicksal Spaß macht, mir zu zuschauen. So traf ich einen wichtigen Menschen, der rein zufällig da stand, wo wir grillen wollten. Später traf ich sogar meine Mutter, die in einer Autoschlange genau neben mir stand! … Nein, ich war nicht einkaufen- ich war 100Km von zuhause weg und hatte mich nicht mit denen abgesprochen! Schon strange …

Naja, wie auch immer. Das war eben letzte Woche. Heute Abend werde ich das Thema „Texas“ besprechen. Das sollte zumindest mal (an)geplant werden, finde ich. Wenn ich das drehen kann, dass wird das ein spannendes neues Kapitel und meine Nikon wird bei so viel Panorama etwas schwitzen ;) Zeit, den Endspurt zu starten; Das Wochenende steht vor der Tür und wenn ich stehen bleibe, komme ich nirgends!

Ein wenig Liebe kann nicht schaden. Aber das bisschen Liebe was ich habe, bekommen mein Garten, mein Auto und was ich sonst noch vernachlässigt habe. Alles andere wirkt utopisch und Sinn-frei. Aber immerhin …