Ein einfacher Dienstag

erstellt am 22.05.2012 15:24:33

Ich bin kurz davor meinen Plan für das Wochenende zurecht zu haben. Allerhöchste Zeit, wie ich finde. Es ist wie ein großes Puzzle und so langsam kann man das Ergebnis nahezu erkennen. Also alle Beteiligten informieren und die Planung weg legen. Fertig! Die Sonne ist geil heute ... und wir werden ein gutes Team abgeben später. Bis dahin noch ein wenig durchhalten. Schließlich ist Halbzeit bzw. Mittagspause.

In manchen Momenten schweifen meine Gedanken wieder ab und ich bekomme neue Fragen in meinen Kopf. Natürlich ungeklärt, denn alles andere wäre ja zu einfach. Aber ich denke, auch diese lassen sich zu einer Antwort formen, wenn man sich damit etwas auseinander gesetzt hat. Ja, diese Beziehungskiste war schon etwas verrücktes. Nein, nicht im negativen. Mehr so im allgemeinen. Es geht in diesem Moment um ...

Freunde oder Salz in der Suppe

Freunde sind enorm wichtig. Wenn Du dich nicht immer in deinem eigenen Dunst bewegen willst, dann führt kein Weg an Freunden vorbei. Das Optimum ist wohl, Freunde zusammen zu führen und mit diesen die Dinge zu erleben und neue Impulse zu kriegen.

Wir hatten jeweils eine Ladung Freunde, mit denen wir unser bisherige Zeit verbrachten. Bei mir waren es überwiegend weibliche Freunde. Damit kann man wohl als Kerl gut leben. Missverständnisse können schnell aufkommen sofern man misstrauisch ist. Aber es gab für mich niemanden anderen bis auf sie. Alles andere hatte ich im Vorwege aus dem Weg geräumt, damit mich nichts einholen könnte oder ich in einer blöden Situation ende.

Die, die übrig blieben, waren Freunde und Menschen, die ich gern um mich herum hatte. Das jedoch nicht aufgrund von Gefühlen oder Hoffnungen. Nein, es ging mir um Freundschaft. Und diese wenigen waren alles, was mir mit den Jahren geblieben war.

Auch ihre Freunde waren bunt gemischt. Dennoch waren die meisten weiblich und somit ein eher normales Gefüge ganz im Gegensatz zu mir. Somit hatten wir also einen Haufen Menschen um uns.

Irgendwie haben wir jedoch nie geschafft, diese um uns herum gemeinsam zu halten. Und mit jedem neuen Start, den wir hinlegten, wurden wir für verrückt erklärt und mit der Zeit wurden es immer weniger. Am Ende gab es nur zwei Pärchen, mit denen wir Zeit verbrachten. Allerdings auch nicht immer. Jedoch waren das unsere einzigen mehr oder weniger gemeinsamen Freunde. Gut, es waren wohl mehr ihre Freunde.

Das eine Pärchen hatte eine windige Laufbahn, so wie wir auch. Aber dennoch hatten wir ein zwei Abende mit ihnen. Dabei hatten wir Kerle unsere Themen und während die Frauen sich über die Themen der Welt unterhielten. Es war ein wackeliges Eis. Dennoch waren sie Menschen, die unseren Alltag mit Momenten bereicherten.

Zuletzt feierten wir gemeinsam Silvester. Mit den anderen hatten wir etwas mehr Kontakt. Die Mädels hatten Ihr Hobby als Grundlage. Ich gehörte quasi zu ihr dazu und ich denke, wir haben nicht nur eine Hochzeit gefeiert, sondern auch andere lustige Abende erlebt.

Mehr hatten wir nicht. Von meiner Seite her, waren nur wenige Pärchen vorhanden. Und davon hatten wir eher selten Kontakt zu denen, die mir wichtig waren. Letztlich hätten wir vermutlich einfach zu wenig Pärchen um uns, die mit uns gemeinsam aus dem Alltag ausbrechen wollten. Das hätte uns sicher gut getan. Heute kennt man sich nicht mehr. Das liegt in der Hinsicht weniger an mir. Jedoch, so würde ich glauben, habe sie sich auf ihre Seite geschlagen. Nicht unverständlich. Allerdings positioniert mich das in eine ganz neue Ecke der Geschichte. Und die, die mich nicht mehr kennen wohl auch!

Freunde- sie sind das, was uns nährt und gut tut. Wir hatten vermutlich gemeinsam jedoch zu wenige.

Just Cruising

Feierabend ... und ab ins silberne Pferd, Beifahrerin an Bord und ab gehts. Die Sonne scheint, es ist warm und wir gut gelaunt. Es ist zeitweise so entspannt, dass ich vergesse, welcher Wochentag es ist. Es könnte gefühlt ein Sonntag sein.

Entlang der Küste und von Örtchen zu Örtchen. „kennst Du den Yachthafen da unten?“ Wir beschließen kurz zu halten. Passt mir gut! Denn ich muss dringend den Kaffee aus dem Körper lassen. Es ist fast Windstill und die See sehr ruhig. Sonne scheint auf die Haut und das tut gut.

Weiter geht’s in die nächste größere Stadt. Hier ist die Stimmung fast so entspannt wie in dem Yachthafen. Gefällt uns gut und wir spazieren ein Stück am Wasser. Ist heute wirklich Dienstag?!

Auf dem Rückweg gibt’s einen Hot-Dog und ich staune über den Wechselkurs. Der Hot-Dog selber ist jedoch gut ;) Als wir an Hot-Dog-Havn vorbei rollen, ist von dem Parkplatz kaum noch etwas zu erkennen. Es sind so unendlich viele Biker unterwegs, dass es wie ein Wespennest aussieht! So gechillt war ich schon lange nicht mehr. Danke für den Tag!


Ist es Wochenende, Urlaub? ... ach neh, es ist doch Dienstag!

Danke für das enorme Feedback

Ich bin erstaunt, wen ich hier alles erreiche. Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Menschen das hier lesen würden. Mir gefällt das. Es ehrt mich, dass es euch gefällt. Dabei war mein Ziel eigentlich nur, mein Gedanken auf den rechten Platz zu rücken und mit mir selber ins Reine zu kommen.

Aber diese vielen Worte werden so oft gelesen. Dafür möchte ich Euch danken. Da ist noch so viel in meinem Kopf, was raus oder umsortiert werden soll. Mit Hilfe von flaschenweise Vino, Sonne und all dem, was sonst noch auf mich einwirkt, werden meine Finger hier noch einiges an Text zaubern. Vielen Dank, für's lesen!