Bestandsaufnahme im Herbst

erstellt am 05.06.2013 16:29:28

Tja, lass mal gucken. Wo sind wir gerade? Schwer zu sagen eigentlich. Es dreht sich erneut enorm viel und bis vor kurzem hätte ich das nicht kommen sehen. Selbst jene, die einst nah waren, sehen mich vermutlich jetzt etwas anders. Es ist ein kommen und gehen und wir alle laufen wohin uns der Wind treibt. Das Umfeld wechselt eben mitunter, auch wenn man es nicht möchte. Klingt dramatischer als es ist.

Ich für meinen Teil habe plötzlich angefangen, mich nicht mehr wirklich um andere zu kümmern, denn mir kam die Erkenntnis, dass das gar nicht meine Aufgabe sein könnte. Vielmehr kühl und derzeit gnadenlos rational ist der Kurs des bösen Skorpions! Nicht jeder mag das verstehen; ... ist aber auch nicht notwendig! Mir reicht es derzeit, wenn ich mir genüge! Und das ist der Fall. Geplant war das nicht und auch keine Entscheidung, die lange überdacht werden musste- Nein, es passierte einfach. Als die Veränderung durch war, bemerkte ich es erst! Es ging mir gut und ich denke nicht, dass ich dann so viel falsch gemacht habe. Lass los, was dir gefallen hat und dich unsicher stimmt. Wenn du es nicht vermisst, dann war es richtig! Und ich mag es einfach nicht auf der Stelle zu treten und das Endergebnis in diesem Leben abzuwarten. Ich muss mich bewegen, nicht stehen bleiben.

Aber nicht falsch verstehen; Ich behandle deshalb niemanden wirklich schlecht! Nur sind Probleme anderer einfach gerade nicht meine Probleme. Ich opfere meine Zeit einfach mehr für mich selbst. Kampfsport derzeit zwei Mal die Woche und jede freie Minute wird für ein Shooting genutzt. Mal sehen, dass ich abends wieder mal eine Runde laufe, um auch den Rest des Körpers fit zu halten.

Das einst angedachte Projekt mit der MateBox läuft an und der erste Teil hinter den Kulissen ab. Ich habe mit den richtigen Menschen richtig rein geklotzt und das zahlt sich aus. Das Feedback ist enorm und so werden neue Ziele gesteckt. Zeitweise erreichen meine Bilder zwischen 1000-2000 Menschen und wenn ich das mit noch mehr Bildern öfter hin kriege, fliege ich doch noch zu David Guetta und besaufe mich, während ein Dauergrinsen das Gesicht markiert! Abwarten- Ziele muss man ja haben! Aber ich habe gesehen, dass das möglich ist.

Sonst bin ich kühl, ausgeglichen und fliege mit der Zeit durch die Wochen. Sogar so sehr, dass aus dem kurzen Intervall, in dem ich diesen Text eigentlich veröffentlichen wollte, fast schon ein halbes Jahr geworden ist. Es ist verhext und ich lebe mit dem Kalender und den Terminen darin. Das gute Wetter, Freunde, die Shootings, Training und was noch alles Platz findet ... es kostet meine Zeit und ich bin glücklich damit.

Erschreckenderweise habe ich für diese Episode aus meinem Leben sechs Monate gebraucht! Erschütternd, aber es ist halt so wie es ist :) Das Leben macht eben keine Pause und ich will auch nicht jeden Fitzel daraus preis geben! Die Zeitsprünge sind damit also Momentaufnahmen, die zu dem Zeitpunkt entstanden sind. Eine exakte rote Linie wird sind nicht finden lassen, befürchte ich. Aber ich schreibe das noch immer nur für mich. Irgendwann kann ich darauf zurückblicken und mir selber sagen: "Was hast Du da eigentlich gemacht?" ... aber auch : "Stimmt, das war total klasse". Es sind Erinnerungsstützen für mich aus den Jahren, wo so viel passiert und damit sich keine falsche Erinnerung einprägt, man komisch denkt! Aber genug erklärt, starten wir einfach.

Haus einst auf Sommer gestellt, den Herbst bisher übersprungen!

Der Sommer sollte hier sein- war er bis vor kurzem nicht und ich half etwas nach;) Mit einem Hauch von Sommer in der Hütte und dem Vino genieße ich die seichten chilligen Beats, die aus den Boxen überall im Haus kommen. Kontor hat dazu drei schöne CDs zusammengestellt, die nach Feierabend das Gemüt mit dem Wetter synchronisieren und das Semi-Alpha-Tier runter kommen lässt. Eine Palme ist in den Garten umgezogen um den Schwung Sonne mit nutzen zu können, während die anderen Pflanzen HIGH auf den Restbeständen des Regenwassers sind, welches in der Tonne Kannen-weise an die Bedürftigen verteilt.

Martial Arts- advanced Gruppe

Es sind wenige Auserwählte in dieser Gruppe und zugänge sind eher die Ausnahme. Wir trainieren hart und intensiver als andere Gruppen. Deshalb sind wir nicht zwingend besser aber das Training ist grundlegend anders. Nichts mit "Hu-Ha" und schnell mal eine neue Form. In der ganzen Zeit, wo ich dabei bin, sind wir mit insgesamt 10 Formen unterwegs, die unterschiedlich schwierig sind und ihren Ursprung im Philippinischen haben. Pencak Silat ist etwas eigenwillig böses und ich gebe mich dem leidenschaftlich hin. Kopf aus, Form rein und das zeitweise mit verbundenen Augen. Bewegungen werden optimiert, Formen mit verschiedenen Gegnern/Kämpfern ausprobiert. Das ganze mit einem Ziel: BESSER werden, nicht denken => MACHEN! Unter Stress und Strapazen. Das haut ordentlich rein und man ist schon alle danach. Ehrlich gesagt möchte ich nicht in der Haut eines echten Gegners stecken, denn die gezielten Einschläge verursachen mitunter mehr als nur bösen Schmerz, wobei wir noch immer waffenlos trainieren.

Kontakte aufgeräumt

Irgendwo kam in mir der Gedanke hoch, dass ich mit einigen Menschen in den Adressbüchern so gar keine Berührungspunkte mehr hätte. So ging ich durch die Namen und sortierte aus, damit ich die wesentlichen und wichtigen schneller finden würde. Nicht, dass ich die "Aussteiger" zum Feindbild erklärt hätte aber man grüßt sich, wenn man sich sieht und damit gut. Sofern man sich denn überhaupt begegnet, was eher wie ein Lotto-Gewinn auf der Wahrscheinlichkeits-Skala gleichzusetzen ist.

Ich glaube, es waren über 30 Kontakte ... allerdings kriege ich die Namen jetzt nicht mehr zusammen, was mich dahingehend bestätigt, dass es richtig war.

Bambi vor dem Fenster, Herr Fasan wohnt auf dem Wall

Der Garten will gehegt sein ... die Wildnis wohnt vor dem Wall. Damit das so bleibt, ist es dringend wieder an der Zeit, den Rasenmäher durch das Grün zu schicken. Mal sehen, ob ich an das Wasser der Zisterne heran komme, denn dann bekommt der Rasensprenger zu tun. Sollte mir dennoch das angekündigte Gewitter zuvor kommen, dann haben wieder alle etwas davon: die Pflanzen, die Regentonne und meine Stromrechnung auch, denn die bleibt dann klein ;)

Derweil zupfe ich immer wieder auf meinem Wall das böse Kraut heraus. Geht glücklicherweise recht fix nur nicht immer ist man motiviert oder hat die Zeit. Alles andere ist bekanntlich wichtiger ;)

Hochzeit

Meine beste Freundin heiratet und ich bin dabei- mehr denn je und mit Begleitung. Das erfreut! Aber das war ein harter Tag und für mich alles andere als entspannend.

Aber wo fange ich an? Ich denke mal beim Jungesellinnen-Abschied! Also spulen wir die Zeit mal fix zurück:

Richtig gelesen! Ich hatte dazu ja gesagt, denn was tut man nicht für die beste Freundin? Die Planung hatte angefragt und ich überlegte, ob das so eine gute Idee sein könnte. NATÜRLICH war es das :-)

Nach den üblichen Schwierigkeiten, alle unter einen Hut zu kriegen, stand der Termin und ich fuhr in Wetter-unempfindlichem Outfit zum Treffpunkt! Dort angekommen traf ich auf die anderen und es wurde dann erst mal pauschal angestoßen und sich bekannt gemacht. Die kleine dunkelhaarige Gastgeberin war cool drauf und passte mir gut in den Kram, so wie sie sich gab. „Hier, für Dich! Umziehen!“, warf man mir mit einem pinken Tshirt mit V-Ausschnitt zu. Und dann war da noch die Perücke! Innerlich habe ich ein wenig gegrummelt, denn mein Plan war es bestimmt nicht, zur Blondine zu werden!!! Mit gehangen ist mit gefangen! Und was soll ich sagen? Ich ignorierte einfach die Tatsache, dass ich in Frauenklamotten, wilder blonder Mähne, und Sternchen-Haarreif da stand und spielte das Ganze dann einfach mit! Partner-Look war halt erste Spielregel! Auch wenn mir die Brüste für einen wirklich authentischen Eindruck fehlten und die IKEA-Gefäße für Teelichte auf dem Tisch ein ganz anderes Licht auf ein Dekolleté geworfen hätte, frickelte ich die beiden Dinger wieder aus meinem Shirt und stellte sie auf den Tisch- … nicht übertreiben *hüstel*

Die vermeidliche Braut selber trug hingegen eine pinke Perücke und es durfte auf dem Maleranzug geschrieben werden, sofern man das Unterfangen sponserte- das übliche Spiel eben. Mit dem Zug ging es dann nach Hamburg. Unterwegs klapperten wir jeden Wagon ab und alle, die nicht flüchten konnten, wurden abgegriffen ;-) Dabei hielt ich mich dann immer erst schick zurück und sorgte für den Proviant. Bei besonders blöden Kommentaren fing ich dann auch an zu sprechen ;) Irgendein Herr wollte dann wissen, was denn für ihn drin wäre, wenn er kein Gewinn aus den Losen ziehen würde. „Dann gibt es einen Kuss von mir!“, brummte ich dann relativ männlich aus meiner Perücke während ich aus dem Schatten trat! Der Kerl schluckte kurz, nachdem er mit der Hand schon den Losen wühlte und der Rest der Anwesenden lachte sich kaputt :) Er hatte jedoch Glück … und ich somit auch ;)

Umsteigen

Mir is kalt!“, sagt die kleine Dunkelhaarige leise. Ich greife sie und drücke sie an mich: „Dann wollen wir das mal ändern!“ Die anderen kichern etwas und ich grinse mit. Jedoch kühlt sie dann nicht mehr aus und so viel ist ja nicht an ihr dran ;)

Eine Bahn später sind wir dann in Hamburg. Bevor wir in die zweite Runde des Verkaufs wechseln, brauchen wir ein Stärken und versuchen unser Glück bei der goldenen Möwe. Es ist nicht so wie in Flensburg- hier ist 24/7 immer etwas los. Ich versuche uns einen Tisch zu besorgen während die anderen das Essen klar machen.

Eine kleine Truppe die weiter hinten in der Bestellt-Schlange steht, wird auf mich aufmerksam und will uns beim Umsatz helfen, wie sie formuliert. "Hier, ich will deine Schärpe kaufen!" … "Das tut mir wirklich leid, aber ich verkaufe meine Deko bzw. das Outfit nicht ;)" Wirklich überzeugen tut sie das nicht und so versucht sie weiter mich zu überzeugen, … erfolglos. Dennoch verkaufen wir denen einige Lose und der ganze Laden wird aufmerksam auf uns. Neben uns sitzt eine Russin (zumindest glaube ich das) und hält einen Video-Dialog mit irgendjemanden und plötzlich ist sie LAUT und angepisst … im nächsten Moment aber wieder ruhig! Ich glaube, wir passten gut in das Gesamtbild der Nacht: Hamburg ist groß und so quer gemischt, dass einen nichts mehr wundern sollte!

Wir ziehen weiter. Es soll zum Hafen gehen und nicht zuletzt wohl über den Kiez. Jedoch ist wie gesagt Hamburg arg anders und wir sind mit unserer Absatz-Strategie irgendwie auf dem Holzweg. Alkohol geht um die Zeit sehr gut und ich mutiere zum Spritzen-Mann: Wir haben ein Dutzend große Spritzen dabei, die wir mit giftgrünen Gemischt verkaufen und fix ist das Zeug weg.

Es ist komisch als "Frau" im Hamburg über den Kiez zu rennen. Entweder sind die Leute zu betrunken oder blind. Wenn eine Frau so viele Bartstoppeln im Gesicht hätte wie ich, dann sollte man sich eine Flex kaufen :) Aber diese Erkenntnis haben wohl nicht so viele. Die üblichen Kommentare fliegen mir also um die Ohren und ich höre auf die zu zählen, die auf meinen Arsch abzielen.

Auf dem Weg zum Kiez laufen wir etwas querfeldein und mitunter durch dunklere Gassen, die durchaus auch mit Leben gefüllt sind. Ich halte mich zeitweise vorn, dann mal wieder hinten um ein wachsames Auge auf die Mädels zu haben. An einer Kurve kurz vorm Kiez brüllt mir dann ein Mitbürger mit Integrationshintergrund mit bester Wortwahl hinterher: "Alder, komm her Mädel, ich besorg's Dir richtig von hinten!" … -.- Zu dumm nur, dass er nicht mitgekriegt hat, wer ich denn nun wirklich bin. NEIN, ich bin nicht das Blonde Dinge, mit dem hübschen Hintern in der engen Jeans! Es wird Zeit das mal klar zu stellen. Ich stoppe … überlege ob ich das jetzt wirklich tun will und entschließe mich dafür. Er guckt noch immer nach meiner Reaktion als ich mich umdrehe und in seine Richtung marschiere. Drei schritte weiter reiße ich mir die Perücke vom Kopf und hebe meine Hand, die mit dem Zeigefinger auf ihn zeigt. Jetzt merken seine Leute auch, dass da gerade etwas passiert! "ÜBERLEG DIR GUT, OB DU DAS WIRKLICH WILLST, KOLLEGE! …", fliegt ihm lautstark und wenig feminin entgegen. Er schaut etwas entsetzt und ich gucke ihn noch zwei Sekunden an, bevor ich zu den anderen wieder aufschließe und wieder zur Blondine werde, mit der man besser nicht so redet :) Seine Kollegen hingegen machen ihren Spaß mit ihn jetzt … ich glaube, ich habe die gewünschte Wirkung erzielt; heute Nacht wird er seine Angebote vermutlich besser überdenken und ich … ich fühle mich gleich viel besser :)

Der Kiez ist voll und Olivia ist irgendwo unterwegs in dem Gedränge als wir ihren Laden besuchen. Ich gehe da mit voller Montur mit rein. "Schnell rein mit Euch, die nächste Show fängt gleich an!", haucht uns einer der Beiden Kerle entgegen, die in diesem Moment weiblicher sind als so manch andere Frau, dich ich den Abend gesehen habe.

Ich finde einen Tisch für uns, den wir aber mit anderen Teilen. Die Musik fetzt einen vom Parkett und die Show beginnt. Mittlerweile ist unser Tisch voll besetzt. Ich habe Glück, dass ich meinen dicken Pulli an habe, denn als ich den Arm hinten auf die Ablage legen möchte, bemerke ich ein gesplittertes Glas an meinem Ellbogen, welches im Pulli hängen bleibt. Das wäre kein schöner Moment gewesen ohne! Es wird uns eine schöne Show geboten und danach sacken etwas zusammen.

"Woher kommst Du? Wie geht's Dir?" will der männliche Teile des Lesbenpaars neben mir wissen. "Du wir sind aus Flensburg, ich bin etwas kaputt vom Abend, aber wir sind auch schon eine Weile unterwegs." Rechts am Tisch sitzt auch noch ein Kerl in Frauenklamotten und während ich so am erzählen bin, rutscht es mir einfach über die Lippen. "... und dann läufst du den ganzen Abend in Tussi-Klammotte durch die Nacht- alles nicht ganz so entspannt :) Du weißt genau, was ich meine, oder Kumpel?" Der Frau (also der Kerl, der gerade die graue Büromaus mimen möchte), dreht sich verachtend zu mir und verlässt dann den Tisch! Ich dem Moment, als ich bemerkte, was ich eigentlich gerade getan hatte, habe ich gut gelacht innerlich. War gar nicht böse gemeint doch irgendwas ist ja immer :) Es wird Zeit, weiter zu ziehen.

Das Drama mit dem Stripper

Die Braut sollte zu guter Letzt einen Stripper ihrer Wahl bekommen, wie es halt so üblich ist auf diesen Tripps. Das wiederum gestaltete wenig einfach, denn die Dame ist bekanntlich wählerisch :) Der eine war zu normal, der nächste hatte nichts, der andere zu dies und/oder zu das. Ich ließ die Mädels dann mal machen und beobachtete das Treiben in dem Schuppen. Das ist also die legendäre Table-Dance-Bar! Nun ja … ich beobachte aus meiner Ecke wie gesagt und bin müde so wie meine Füße auch. Die Perücke hat jetzt Feierabend und ich warte, das die Braut ihre Show bekommt, die ich selber nun nicht gerade miterleben möchte. "Willst Du nicht mit gucken?" … "neh, Mädels, lasst gut sein! Wenn sich da ein Kerl ein ölt und für Euch alles wilde macht, dann bin ich irgendwie fehl am Platz. Genießt das … Ihr seid da mehr Zielgruppe :)" Eine gefühlte Ewigkeit später beginnt deren Show und ich merke, wie viel System in dem Schuppen ist.

Kurzerhand später steht eine von den Puppen in einem Hauch von nahezu nichts vor mir. Ihre fachmännisch gemachten Brüste springen mir quasi ins Auge und stellen klar, wohin der Focus gehen sollte. Mehr Spannungspotential bietet sie aber auch nicht. Ein hübsche Frau hat etwas mehr Ausstrahlung befinde ich und schließe meine Wahrnehmung mit dem Fazit „Arbeitsklamotten eben!“ ab.

Hallo…!“, haucht sie während sie mich anschaut, als würde sie mich gleich fressen wollen. Ich kenne diesen Blick und lächle freundlich und leicht amüsiert. Sie hat diesen Blick drauf, aber gut, das ist wohl auch ihr Kapital. „Hallo!“, antworte ich Ihr und schaue sie gespannt an. Was wird sie wohl sagen wollen? Und wie wird sie es anfangen? Ich mache derweil den Lausche-Fuchs und lasse den Dialog anlaufen...

Alleine hier?“, haucht sie zart wir eine warme Kirsch-Soße, die sich durch das Vanille-Eis arbeitet wie Moses durch das geteilte Meer! Wenn ARD und ZDF so die Nachrichten senden würden, dann wäre Pay-TV obsolet und ich 20:15 vor den Fernseher angewachsen! „Nein, die Mädels sitzen hinten im Eck und bewundern die Show deines Kollegen!“ , antworte ich ihr. Die Kirsch-Soße brennt sich bis zum Teller durch und gibt alles: „… Und Du?- …

Ich werde mir noch ein paar Minuten das Motorrad anschauen und wenn die Mädels durch sind, sie mit zum Bahnhof schleifen. Meine Füße tun mir weh und ich bin müde. Was für ein langer Tag!“. Sie bleibt cool und doch sieht man etwas Verwirrung in ihren Augen. Ein letztes Mal mustert sie mich und ihr tiiiiief ausgeschnittener Rücken verschwindet in der Dunkelheit. Ich feixe mir eins und denke darüber nach, ob und wie ich die Mädels rechtzeitig zum Bahnhof bekomme. Nachdem wir dann die halbe Nacht bei McDonalds "übernachtet" haben, bis unser Zug endlich fährt, finden wir endlich den Platz und rollen heimwärts. Nach einer Weile bemerken die Braut und ich, dass unsere Tickets abgelaufen sind ... egal! ... wir fahren jetzt einfach heim!

Endlich ist Hochzeit

Der Tag ist da! Heute soll geheiratet werden. Das Wetter scheint mit uns zu sein. Mit "uns"? Ja, mit uns, denn ich bin nicht nur der übliche Gast auf der Hochzeit. Ich sorge dafür, dass das, was ich tun kann, auch klappt. Damit wachsen meine Aufgaben etwas ;) Es ist Stress und ich koche unter meinem Jackett. Es ist ein sonniger Morgen und auf dem Weg ins Schloss organisiere ich noch schnell den Beamer, während ich mit der besten Braut die Checkliste per Telefon ablaufe. "Haben wir?" ... "brauchen wir?" ... "Nimmst Du x mit?" ... die böse schwarze Rennpferd hat das Dach im Kofferraum und wir rauschen in Top-Speed zum Ziel. Unwillig bremst das schwarze Biest am Ortseingang von einer Geschwindigkeit weit über 220Km/h runter auf das erlaubte. "Ich weiss, ... wir lieben die Geschwindigkeit, du Biest!". Angekommen besteht kein Zweifel daran, dass ich auf dem Schlosshof parke- da gehöre ich hin mit dem Gefährt. Das Equipment ist im Kofferraum und ich begrüße die Anwesenden und stelle mich vor, während ich mich mit der Nikon bewaffne und die Blitze ein letztes Mal checke: Alles ok! Es ist heiß gerade! Die Stirn trägt Perlen und noch kann ich mich ganz auf das Brautpaar kümmern. Meine Begleitung arbeitet noch, was mir gut in den Kram passt ;)

Der Tag verfliegt wie in einem Rausch! Hochzeitsfotos vor dem Schloss, Kirche, Feier und die üblichen Beiträge der Hochzeitsgesellschaft. Ich ziehe am späten abend durch die Loge und suche ein passendes Getränk. In der Küche treffe ich die Mutter der Braut und wir kaspern etwas herum. Aber dann legen wir einige direkte Themen auf und ich schweige dabei erst noch. "Bevor wir beiden in dieses Thema einsteigen, wird diese Tür abgeschlossen! Das hier besprochene ist nur für hier und jetzt- und nicht für andere!" Sie nickt, die Tür ist verschlossen und wir tauschen Gedanken und Ideen aus. Nach guten 20 Minuten sind wir durch und man läßt Erkenntnisse mit einem Getränk sacken. Stille ... wird Zeit, die Küche wieder frei zu geben. "Hab Dank für diese offenen Gedanken und Worte- ich bin froh ein Teil von dem hier sein zu können!" ... Sie lächelt und antwortet: "Du gehörst zur Familie, Günni!"

Back to the basics- keep your family close!

Eigentlich wollte ich nur wissen was denn gerade in der Welt meines Cousins passiert. Es gingen Gerüchte um und nichts genaues wurde gesagt. Letztlich stellte ich für mich fest, dass mein Cousin, Ehemann und Vater von drei Kindern sich gerade von seiner Frau getrennt hatte. Ich mag diese halben Informationen nicht und deshalb sprachen wir nach sehr langer Zeit offen über die Geschehnisse. Das war gut, denn danach war mein Cousin wie ein anderer Menschen. Einer, den ich sehr lange nicht um mich hatte und so auch vermisst hatte.

Es gehört schon Mut dazu, das leben mal komplett umzukippen. Dennoch tat er es!

Für uns war das aber ganz erquickend. Wir sprachen und beschlossen wieder neu zu starten. "Du bist jederzeit hier oben bei uns Willkommen!" Dauerte auch nicht lange, bis ich das schwarze Biest mit meinem Kram voll packte, reichlich Alkohol im Kofferraum deponierte und den Trip nach DK startete. Ein neues Wochenende- mit einem neuen Cousin :) Das war klasse! Wir hatten es einfach nur gut und ließen es uns mit leckerem Essen sowie Cocktails gut gehen! Auch wenn der Bloody Mary zum Frühstück etwas sehr viel Vodka hatte ... *hicks* Ein wirklich bemerkenswertes Wochenende.

Mittendrin mal die Handbremse gezogen- Waiting for supply

Es ist schwül geworden an diesem Tag und der Himmel ist zugezogen. Passend zum Wochenende will uns das Wetter scheinbar ein letztes mal Bremsen, bevor es wieder extremst vom Himmel scheint. Ich friere nicht. Vielmehr ist es ein Moment, in dem ich alleine und für mich am Hafen sitze und diese Zeilen hier verfasse. Einige Passanten ziehen an mir vorbei und ich schaue gespannt auf das Wasser.

Das ist mal ganz angenehm und ich gebe mir einige Momente einfach zu selten. Für jetzt bedeutet das Ruhe! Keine Aliens, die meine Basis schnetzeln möchten, keine Modelle, die sich den Körper verdrehen und keine Arbeit, die nun erledigt werden muss. Einfach Ruhe- schön ist das!

Lustigerweise höre ich hinter mir ein paar Handwerker schnaufen, weil die noch nicht Feierabend haben. Ein Angler versucht sein Glück und ich schalte entspannt ab.

Ich warte auf das Boot "Supply" auf dem ich wohl dieses Wochenende die meiste Zeit verbringen werde. Quasi für dieses Wochenende angeheuert. Das wird gut werden. Proviant ist reichlich vorhanden und einen Platz zum schlafen habe ich auch. Also geht's mal wieder raus aus den Gewohnheiten. Zusammen mit meinem Cousin und seiner neuen Frau wird gut Gas gegeben :) Und bis die da sind, tippe ich hier einfach einige Zeilen.

Digitales Leben: Verdammt, ich wurde abonniert!?

"Nathalie hat Dich abonniert." leuchtet es auf meinem Telefon auf. Aha?! Ok?! ... Nathalie also!? Wer ist diese Nathalie? Kennen tu ich sie nicht und vermutlich ist da ein Resultat daraus, dass ich etwas öffentlich gepostet habe. Ich halte mich gewöhnlich etwas zurück aber es gibt Momente, da verlangt es nach dem passenden Kommentar, vor allem, wenn man das Hintergrundwissen zu dem jeweiligen Menschen hat. So auch neulich. Katzen, die gedünstet werden sollten anstatt sie zu kochen und einer Frau, die mit Heißhunger auf der Couch liegt, eine saure Gurke vorschlagen :) Mein Telefon war wie die Taschenlampe, was die Mittwochsrunde, die nun immer Donnerstags einkehrt, nicht unkommentiert ließ!

Na, wie dem auch sei. Es ist nicht wirklich ein digitales Leben. Viel mehr war es mir wichtig, die Foto-Kiste von meinem Profil zu lösen, damit man mehr Optionen hat und nicht alle Kontakte mit dem Hobby voll zu schütten. Das hat gut geklappt, wie ich finde. Selbst bekannte Fotografen aus der Gegend haben mich nicht als einen Fotografen erkannt, als sie auf mein Profil schauten. "Ach, verdammt, die Seite hatte ich nicht gesehen, sorry!" Gut so. Denn so muss ich mich nur um MateBox kümmern und nicht um die privaten Dinge, die auf FaceBook komplett peripher sind! Echte Kontakte, die aus Begegnungen hingegen resultieren, haben einen ganz anderen Stellenwert.

Bei einem Shooting neulich sollte eine Freundin des Models dabei sein um auszuhelfen. Da ich bin in der Hinsicht nie verschlossen gewesen bin, war meine gewohnte Antwort: "Ja, klar, bring mit- kein Ding!". Als ich mitten am Schießen war, beginnt ein eher merkwürdiger Dialog. "Kann ich Dich mal etwas fragen?" ... "klar, hau raus!" ... "Machst Du eigentlich nur Outdoor?" ... "neh, aber Indoor ist nur kurzweilig spannend und es artet in einer Modenschau und Lichteffekten aus. Das kickt nicht so sehr wie Outdoor und den Möglichkeiten hier!" ... "gar nicht! Das war nie eintönig! Ich hab so viele Indoor-Shootings gemacht und das war cool!" ... "... aha ... !"

Das Gespräch plätschert dahin und ich bemerke, wie die Fragen immer kritischer werden und die Meinungen zunehmend auseinander driften. Mir egal- sie ist nicht vor meiner Kamera und mich nervt es nicht. Soll jeder seine Meinung zum Thema Fotografie haben. Ich schieße weiter, das Licht schwindet, wie die letzten Individuen auch am Strand und das Fragespiel geht schleichend weiter. Plötzlich ist Alter und Familienstand gefragt und in der gewohnt entspannten Art antworte ich mit einem lächeln auf den Lippen: "Single... und das ist gut so!". Jetzt wirkt sie tatsächlich verwirrt da hinter mir. Zwar hat sie keine Ahnung davon, wie viel Gewicht diese Aussage für mich hat, aber meine Geheimnisse sind ja auch nicht für jedermann! Dennoch hat die dunkelhaarige starke Persönlichkeit das nicht so erwartet und ist etwas am schlingern. Ich bin weiterhin mehr mit Blitzlicht und Ameisen beschäftigt. Die Fragen werden genauer und ich bin durchaus gewillt zu antworten, denn ich bin mittlerweile gespannt, was wohl als nächstes kommt. Wir ändern derweil das Set! Ich habe keine Lust mehr auf die Ameisen und den dicken Kerl, der immer wieder hin und her rennt während ich ihn hinter dem Kopf und Körper des Models "verstecke" ...!

"Du redest viel beim Schießen, gibst Anweisungen- das finde ich gut!", erreicht es mich dann von der Seite. Ok, jetzt bin ich erstaunt, denn nach der Kritik und den vielen Fragen kommt mal etwas positives. Damit endet dann der Dialog und ich lasse das Model sich umziehen, während ich in den Sonnenuntergang gucke. Danach verabschiedet sich die dunkelhaarige und wir wollen noch ein Set am Wasser machen. "Ach, ... ich würde auch gern mal!", sagt sie abschließend, bevor sie uns verlässt. "Das sollten wir hinkriegen."

"Versuch das nicht zu verstehen! Versuch es erst gar nicht ... !", höre ich es in meinem Kopf! Ich grinse ... und schieße entspannt weiter.

Es prallen viele komische Kommentare auf mich ein in der Hinsicht. Neulich wollte eine etwas kompaktere Frau wissen, ob wir ein Shooting machen könnten. Ich schaute mir die Bilder an, und antwortete, dass das sicher machbar wäre, auch wenn wir uns aber überlegen sollten, wohin die Reise von den Posen her gehen sollte. Nicht alles wäre so machbar, dass es gut für sie wirken würde. Das war kein Problem für sie! Mich hat's nicht gestört, denn ich bin der Meinung, man kann bei jedem Menschen eine Schokoladenseite finden! Zwei Tage später jedoch bekam ich dann eine weitere Nachricht, dass sie es sich anders überlegt hätte, denn sie würde nicht so in den Stil meiner Modelle passen! Öhm, ok, nennen wir es Statistik-Ausreißer aber nun gut. Ich wünschte Ihr alles Gute für weitere Shootings und fertig. Die anderen währen alle so schlank und da würde sie sich unwohl fühlen! Erst JETZT fing ich an, den Dialog nochmal genauer zu durchleuchten. Ich hatte mir nichts dabei gedacht, als sie fragte, wie alt ich sei und ob ich Familie hätte. Die Möglichkeit war für mich so weit weg, dass es mir nicht auffallen konnte. Ich wollte ja nur Fotos schießen! :)

Fotos Schießen und dazu lernen. Ja... macht mir Spaß! Wir basteln Ideen und leben sie. Der Sommer war gut und der Plan ging auf. Meine All-Stars sind leicht zu fotografieren und geben sich Mühe. Team-Work, wie es sein soll. Und dennoch gehts hier ausschließlich um Fotos. Das mag für manche schwer begreiflich sein, aber mich lassen diese Momente wirklich kalt.

Richtig ist, dass Situationen entstehen, bei denen jemand ggf. sehr aufreizend wirken kann und so auch auf den Bildern landet. Diese Bilder sind meistens noch intensiver als das, was ich mit der Kamera "sehe". Aber ich sehe es eben nur als meine Aufgabe an, in dem Moment das sichtbare in einem Bild zu fangen. Der Rest lässt mich kalt. Wie ein Schalter, der umgelegt wird- einfach nur der Fotograf sein, der das Bild will- nicht das Fleisch. Hab das nicht anders gehabt, seitdem ich mit der Kamera unterwegs bin. Und ganz ehrlich- ich bin glücklich, dass es so ist für mich. Sonst wären so viele Bilder nicht machbar gewesen.

Für mich sind die alle dennoch irgendwie angezogen- zumindest behandle ich sie so. Komisch eigentlich. Was auch immer es ist- es ist richtig und gut so!



You can meet me in the room where the kisses ain't free- You gotta pay with your body
Cause the only thing you're takin' is your clothes off,
Go 'head girl, strip it down, close your mouth,
I just wanna hear your body talk!

Kiss Land - ... this ain't nothing to relay to!

Es ist schon komisch mit dem anderen Geschlecht! Mal ist es ein wenig pikiert, dann ist es hingebungsvoll und plötzlich wechselt es erneut und unerwartet den Kurs. Ich schaue mir das schon eine ganze Weile an und merke, dass ich die Ruhe sichtlich weg habe. "Ich dachte, ... ", fangen einige Sätze an. Gern stehe ich Rede und Antwort für Dinge, die man klären kann. Aber der Wechsel der weiblichen Extreme hat mich gelehrt Ruhe zu bewahren. Es ist nicht meine Aufgabe, Gedanken von anderen zu korrigieren! Wer sich nicht verbal ausdrücken möchte, hat ehrlich gesagt keinen Anspruch darauf wirklich verstanden zu werden. Ein Dialog basiert eben nicht auf Gedankenübertragung! :)

Dennoch ist das andere Geschlecht herrlich spannend! Ich erkenne ein wiederkehrendes Schema und bin innerlich amüsiert darüber, dass ich zunehmend von dunkelhaarigen Damen umgeben bin- Ganz nach meinem Gusto eben. Die einzige Blondine ist meine beste Freundin! Ich genieße das. Beides!

Mal fliegt man hoch und mal ist man eher „low profile“, wie die Ami’s es gern bezeichnen. Es ist, wie alles andere, eine Sinus-Kurve mit den gewöhnlichen Höhen und Tiefen. Und erleben tut man ganz vieles, was man gar nicht wirklich braucht. Bisher konnte ich mich aber nicht beklagen. Wenn man mit einer is-mir-egal-denn-ich-bin-wie-die-Axt-im-Wald-Haltung gnadenlos und schmerzfrei durch die Begegnungen rennt, dann bekommt man früher oder später ein Problem- … ja, wenn man nicht auf passt, dann vielleicht ein zu großes! Wer jetzt vermutet, ich würde dafür meinen Kampfsport trainieren, liegt eindeutig falsch. Das ist eine andere Geschichte. Glücklicherweise bin ich, auch wenn sich mir die Gelegenheiten bieten, weit davon entfernt. Ich verzichte! Nicht auf alles aber darauf, alles klar zu machen, was geboten wird. Die gute alte Spielregel lautet klar: Probleme fangen mit zwei Brüsten an! Und da Probleme IMMER dabei sind, überlegt man sich besser gut, ob die Brüste es dann wert sind! ;)

Im Moment sind sie es definitiv nicht! Ich brauche niemanden, der versucht mit mir zu spielen. Niemanden, der ein wiederkehrendes Abenteuer als gegeben nimmt und mit dem "Ex", der offiziell kein Ex ist, weiter läuft (die arme Sau weiß bis heute nichts!):-) Niemanden, der sich selber nicht im Griff hat und erst recht niemanden, der sich als Raubkatze gibt und im Endeffekt vielleicht sich als Pudel entpuppt! Diese ganzen bizarren Konstrukte, in die man rein rasselt, sollte man begutachten und dann besser schleunigst aussortieren. Dafür habe ich einfach keinen Platz in meinem Leben und weiß meine Zeit besser zu nutzen! "... NEXT, please!"

Sind wir denn jetzt langsam fertig?

Der Dezember hat es wirklich in sich. Ich giere irgendwie nach einer Pause und dem ggü. stehen viele Termine und Menschen, die einen gern sehen möchten. Das ist schon schön aber endet mitunter in Empörung und Enttäuschung. Es tut mir leid. Aber nicht immer kann man überall sein. Und selbst am 23. wurde noch für den 24. Fotografiert - ... Familienfotos. Das war mal neu und durchaus lustig. Die sechs Menschen waren bei bester Laune und ich das Ergebnis wird sicher jemanden gefreut haben.

Technik ist schon etwas tolles. So ergab sich die Möglichkeit die Familie noch ein wenig dichter zu ziehen, wobei bei einigen von uns mehr als 2000KM Abstand dazwischen waren. Meine Mum, meine Tante und meine Oma konnten so aber der anderen Tante frohe Weihnachten wünschen und mein Cousin mit Anhang war ebenfalls zu sehen. Sehr schön halt. Der Rest der Tage ist dann ruhig und entspannt, obgleich im arbeite. Aber da alle Kunden nicht in deren Büros sind verstummt das Telefon, die Emails werden weniger und die Arbeit entspannter/effektiver. Wenn das mal immer so wäre ;)

Der letzte Tag im diesem Jahr endet für mich in Dänemark. Mein Cousin hat eingeladen und ich bin natürlich gern dabei. "Wir haben die Kids dabei und es kommt noch eine Freundin- ... die ist Single!", scherzte er in der Nachricht. Das ist mir egal, denn ich kann mit den Kids um. Und wer die Freundin ist, ist nicht wirklich wichtig für mich. Mein Cousin, seine Familie und das, was wir dieses Jahr wiederbelebt haben, allerdings schon. So töffeln wir erwachsenen gemütlich im Haus herum und habens gut während die Freundin mit weiteren Kids dazu stößt. Ein sehr hektischer Mensch, der wie ein Krisenherd förmlich rot in meinen Augen leuchtet. Sie startet ein kurzes Gespräch und ich merke, dass man höflich wirken möchte. Zur Kenntnis genommen! Insgesamt wirkt sie sehr unkoordiniert, hektisch, ewig planlos und wie in die Geselschaft angeklebt! Sie ist da aber kommt mit dem Sinn des ganzen noch nicht klar: Runter kommen, Ruhe einkehren lassen und in guter Gesellschaft ausatmen! Scheint nicht ihr's zu sein :)


Der letzte Tag!

Gemeinsam mit meinem Cousin verschwinde ich in den Keller um die nächsten Drinks klar zu machen. Ein kleines Selfy mit uns als schwule Cowboys mit pinken Cowboy-Hut auf bleibt als gute Erinnerung mit zwei lachenden Gesichtern. Das Foto enthalte ich Euch bewusst vor; Geht Euch gar nichts an :D Wir genehmigen uns einen und plauschen. "Wenn Du mit ihr sprichst, dann lenke bitte nicht auf ihren Man oder so ein ... der hat sich vor einem halben Jahr das Leben genommen!" Hartes Brot! Allerdings hatte ich eh nicht vor tief gehend Konversation zu betreiben. "Ahhh, ok ...Scheiß Nummer!", senkt sich meine Stimme. Gut, da darf man schon etwas komisch sein. Jedoch interessiert mich das nicht weiter.

Es bleibt ein lustiger Abend mit der Familie und bei verdammt guten Essen laufen abwechselnd Rotwein, Captain Morgen, Weißwein und letztlich ein Newcastle die Kehle runter... letzter hat es in sich. Aus dem Obergeschoss genießen wir das Panorama der Stadt mit den Raketen im Himmel, plaudern noch ein wenig, leeren eine Flasche Champus und meine Augen gehen auf der Couch zu. Mein Cousin nutzt den Moment während er deren Hund holen geht. Klick ... ein Beweisfoto!

Das Bild zeigt einen Günni auf der Couch sitzend/schlafend, links und und rechts jeweils einen Neffen im Arm (auch schlafend) und dazwischen sitzt der Hund :) Von dem Foto kriegen wir nichts mit. Und erst am nächsten Morgen blitzt mein Cousin mir eine Nachricht mit dem Bild aufs Telefon! Tja dann ... frohes neues!!!

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